Disney Research stellt Teddy mit 3D-Drucker her

Neue Ideen mit 3D-Druckern reißen nicht ab, immer mehr Unternehmen interessieren sich für die dreidimensionalen Erzeugnisse. Vom Ersatzteil, über Figuren, ja sogar ganze Häuser wurden schon mit einem 3D-Drucker angefertigt. Nun interessiert sich auch Walt Disney für die Wunderwerke der Technik, genauer gesagt die Forschungsabteilung des Unternehmens „Disney Research“. Gemeinsam mit der Carnegie Mellon University (CMU) von Pittsburgh, haben sie einen Teddy aus Wolle mit einem 3D-Drucker produziert. Doch damit beginnt erst der Entwicklungsprozess.

Mützen, Handschuhe, Schals und mehr

Die Produktion von Werbe- und Fanartikeln ist eine sehr kostspielige Angelegenheit. Vor allem kleine Stückzahlen lohnen oft den späteren Effekt nicht. Wenn Walt Disney künftig selbst in Massenproduktion gehen könnte, wäre dies ein großer Schritt nach vorn. 3D-Drucker lassen sich schnell auf neue Aufträge einstellen und senken die Produktionskosten. Der kuschlige Teddybär aus dem Drucker ist das beste Beispiel dafür. Um so ein 3D-Modell drucken zu können, benötigt das Gerät eine virtuelle Skizze aus verschiedenen Ansichten, sowie das richtige Material. Bislang war nur ein Plastikgranulat möglich, welches durch seine Zusammensetzung eine ähnliche Struktur wie bspw. Holz oder Metall herstellt. Disney Research ist es gelungen, einen Prototypen zu bauen, der zig Fäden miteinander verbindet und daraus reale Gegenstände erschafft und nicht nur eine Kopie davon. Eine Nadel ähnlich wie zum Häkeln, verwebt alle Fäden und Schichten miteinander. Am Ende steht ein fertiges Produkt, unter anderem auch der erste Teddybär aus dem 3D-Drucker.

Mixed 3D-Drucker

Disney-Research druckt mit 3D DruckerAls wäre dies nicht schon futuristisch genug, hat sich Disney Research das Ziel gesetzt, Materialien direkt im Drucker zu kombinieren. Der Plüschteddy hätte dann nicht nur sein Aussehen und eine Füllung, sondern auch die dazu passenden Knopfaugen aus Plastik, um nur ein Beispiel zu nennen. 3D-Drucker sind aus vielerlei Sicht ein wichtiges Bindeglied für die Zukunft. Produkte können direkt am Ort des Nutzens hergestellt werden. Ein ewig langer Transport ist nicht mehr notwendig, die virtuelle Skizze wird vorab geschickt und dann mit einem 3D-Drucker realisiert. Dies spart Kosten auf mehreren Ebenen. (Herstellung, Transport etc.) Alternativ hat der Abnehmer selbst einen 3D-Drucker bei sich stehen und benötigt nur noch die Vorlage vom Produzenten.

3D-Drucker aus Deutschland

Auch einige deutsche Firmen haben den Trend mit den 3D-Druckern erkannt. Das Unternehmen SLM Solutions ist eines davon, welches nun mit seinen Druckern auch den Gang an die Börse wagt. Kurz vor dem Ende der Zeichnungsfrist, haben sich bereits Investoren mit 240 Millionen Euro angemeldet. Damit wäre das Kontingent voll ausgeschöpft und ein Zeichen für diesen Trend gesetzt. "Die Zeichnungsfrist ist gut angelaufen. Unsere Story kommt sehr gut bei Investoren an", erklärt Finanzvorstand Uwe Bögershausen. Wir sind gespannt, was uns 3D-Drucker in naher Zukunft noch alles ermöglichen werden. Vielleicht gelingt es uns irgendwann Nahrung zu drucken. Versucht wurde es schon, genießbar ist das Printfood aber noch nicht. Star Trek lässt grüßen!