Gefahr der Feinstaub-Belastung durch Laserdrucker

25. Juli 2017 | Von | Kategorie: Wissenswertes

Laserdrucker sind eine tolle Erfindung, denn sie können zahlreiche Seiten in der Minute bedrucken und beschleunigen damit den Arbeitsalltag in vielen Unternehmen. Der TÜV Rheinland hat in seinem neuesten Test einige Modelle unter die Lupe genommen und dabei oftmals eine erhöhte Feinstaub-Belastung feststellen müssen.

Nanopartikel als Feinstaub

Gefahr der Feinstaub-Belastung durch Laserdrucker

flickr @ labormikro

Die Emissionen sind in diesem Fall Nanopartikel des Tonerpulvers, das der Laser erhitzt und damit die Farbe aufs Papier bringt. Jedoch gelangt nicht alles dort hin, wo es liegen bleiben soll. Ein Teil geht als Feinstaub an die Umwelt, was Emissionen von bis zu einer Billion Partikel pro 10 Minuten entsprechen kann. Der TÜV Rheinland unterzog acht Laserdrucker einem Test, um deren Emissionswerte zu messen.

Für die ultrafeinen Nanoteilchen gibt es keinen zusätzlichen Filter in den Druckern. Sie gelangen ungehindert nach außen und können von uns als Atemluft mit aufgenommen werden. Von dort aus geht es ins Blut, die Zellen und damit in die Organe. Möglich macht es ihre minimale Größe. Doch wie gefährlich ist die Feinstaub-Belastung aus Laserdruckern überhaupt?

Auf die Zusammensetzung kommt es an

Grundsätzlich sind alle verwendeten Materialien nichts für unsere Lungen und den Kreislauf. Doch besonders Tonerpatronen die bei Gebrauch Styrol oder Benzol ausstoßen, sind sehr gefährlich. Auch die organische Verbindung TVOC sollte nicht in unsere Atemwege gelangen. Im Januar 2014 setzte man die Grenzwerte für Laserdrucker herab, was die Emissionen anbelangt, um den begehrten Blauen Engel erhalten zu können. 350 Milliarden Partikel sind immer noch zu hoch und große Drucker sind vom Grenzwert immer noch befreit.

Laserdrucker-Feinstaub ein alter Hut

Die Tests vom TÜV Rheinland haben das Thema wieder aus der Schublade geholt. Denn die Feinstaub-Belastung ist schon längst bekannt. Anfang 2013 berichtete das NDR Fernsehen über die Tests von deutschen Umweltexperten. Das Bundesamt für Materialprüfung (BAM) gab damals erstmalig einige Details der Laserdrucker-Studie preis. Viele Geräte wiesen damals wie heute eine zu hohe Feinstaub-Emission durch Nanopartikel auf. Ob beim Drucken direkt oder nur durch die Kartusche selbst, die Partikel können jederzeit an die Umluft abgegeben werden.

Das BAM testete damals über ein Jahr verschiedene Laserdrucker. Das Umweltbundesamt hatte die Studie in Auftrag gegeben, um über die möglichen toxischen Wirkungen aufklären zu können. Eigentlich reine Verschlusssache, aber die Daten kamen doch an die Öffentlichkeit und das war auch gut so. Giftige Nanopartikel in Verbindung mit Chrom, Nickel, Titan u.v.m. werden freigesetzt.

Was tun?

Unser Tipp zum Umgang mit Laserdruckern. Wenn sie aus Gründen der Kosteneffizienz angeschafft wurden, verdienen sie einen Platz weit weg vom Schreibtisch. Ein Laserdrucker sollte niemals direkt neben der arbeitenden Person stehen. Im Idealfall in einem extra Raum, der täglich gelüftet wird. Denn die Nanopartikel sind nicht ungefährlich, warnen Toxikologen. Reizungen der Atemwege und Schleimhäute sind erst der Anfang. In ganz seltenen Fällen sollen die Nanopartikel sogar zum Asthma geführt haben. Also Obacht bei der Einrichtung eines Laserdruckers und am besten nur Geräte mit dem Blauen Engel kaufen, um die Belastung minimal zu halten!

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