Tinte und Toner sparen: Weniger Verbrauch bei jedem Ausdruck

Weniger Tinte und Toner zu verbrauchen heißt nicht, weniger zu drucken. Oft genügen ein paar Handgriffe im Druckdialog, eine andere Schriftart oder ein kurzer Blick in die Vorschau, damit eine Kartusche spürbar mehr Seiten schafft. Dieser Ratgeber zeigt, welche Einstellungen und Gewohnheiten den Verbrauch an Ihrem Drucker senken – beim Laserdrucker ebenso wie beim Tintenstrahlgerät.

Kurz gesagt: Den größten Effekt haben eine niedrigere Qualitätsstufe für Alltagsdokumente, der Tonersparmodus beim Laserdrucker und der Verzicht auf unnötige Farbe. Schriftart, Druckvorschau und ein sorgsamer Umgang mit Tintenstrahldruckern bringen zusätzlich etwas.

Sie möchten Ihre Kosten insgesamt senken? Seitenpreise, Einkauf und Druckkosten im Unternehmen behandelt unser Ratgeber Druckkosten senken.

Druckqualität und Entwurfsmodus

Die meisten Drucker bieten mehrere Qualitätsstufen an, je nach Hersteller etwa „Entwurf“, „Schnell“, „Normal“, „Hoch“ oder „Foto“. Sie finden sie im Druckdialog unter Eigenschaften oder Einstellungen. Je höher die Stufe, desto mehr Material wird in der Regel aufgetragen.

Für Notizen, Entwürfe und interne Unterlagen reicht die Stufe „Entwurf“ oder „Schnell“ meist vollkommen aus. Auch eine niedrigere Druckauflösung kann den Verbrauch verringern, ohne dass Text sichtbar schlechter wird. Was hinter den Auflösungsangaben steckt, erklärt unser Ratgeber Was bedeutet dpi?.

Tonersparmodus beim Laserdrucker

Viele Laserdrucker haben einen eigenen Sparmodus, der je nach Hersteller etwa „Tonersparmodus“, „Toner Save“ oder „EconoMode“ heißt. Er reduziert die Tonermenge pro Seite, das Schriftbild wirkt dadurch etwas heller und grauer. Für den internen Gebrauch ist das meist kein Nachteil, für Briefe, Angebote oder Bewerbungen sollten Sie den Modus dagegen ausschalten.

Aktivieren lässt sich die Funktion in der Regel im Druckertreiber oder direkt im Menü des Geräts. Wer sie dauerhaft als Standard einrichtet und nur bei Bedarf abschaltet, spart ohne zusätzlichen Aufwand.

Farbe gezielt einsetzen

Farbige Ausdrucke verbrauchen neben Schwarz bis zu drei weitere Farben. Wenn Farbe keinen Mehrwert bringt, wählen Sie im Druckdialog „Graustufen“ oder „Schwarzweiß“. Achten Sie bei Tintenstrahldruckern auf die Option „Nur schwarze Tinte“ oder „Nur Schwarzpatrone“, sofern vorhanden – manche Geräte mischen Grautöne sonst aus allen Farben.

Was zu tun ist, wenn eine Farbpatrone leer ist und Sie trotzdem in Schwarz drucken möchten, zeigt der Ratgeber Schwarzweiß drucken ohne Farbpatrone.

Tintensparende Schriftarten

Schriftarten bedecken unterschiedlich viel Fläche. Feine Strichstärken brauchen weniger Material als kräftige, fette oder sehr breite Buchstaben. Genaue Einsparwerte lassen sich nicht pauschal angeben, sie hängen von Text, Schriftgröße und Drucker ab. Die Tendenz ist aber eindeutig:

Eher sparsam

Schriften mit feinen Linien wie Garamond, Times New Roman oder Century Gothic schneiden in Vergleichen häufig gut ab. Zu beachten: Breite Schriften wie Century Gothic brauchen mehr Platz und damit unter Umständen mehr Papier.

Eher verbrauchsintensiv

Fette Schnitte, kräftige Überschriften über die ganze Seitenbreite, große Schriftgrade und flächig hinterlegte Textkästen erhöhen den Materialbedarf pro Seite deutlich.

Auch die Schriftgröße wirkt sich aus: Schon ein Punkt kleiner verringert die bedruckte Fläche, solange der Text gut lesbar bleibt.

Vor dem Drucken prüfen

Viele Fehldrucke lassen sich vermeiden, bevor sie entstehen. Diese Gewohnheiten sparen Material, ohne dass Sie auf etwas verzichten:

  • Druckvorschau öffnen: Leere Seiten, abgeschnittene Tabellen oder ein einzelner Satz auf einer zusätzlichen Seite fallen sofort auf.
  • Seitenbereich festlegen: Drucken Sie nur die Seiten, die Sie wirklich brauchen, statt das ganze Dokument.
  • Webseiten bereinigen: Die Leseansicht des Browsers entfernt Werbung und Bilder. Im Druckdialog lassen sich außerdem Hintergrundgrafiken abschalten.
  • Nur den Text übernehmen: Kopieren Sie Inhalte in den Windows-Editor oder in TextEdit im Modus „Reiner Text“. Dabei gehen Formatierungen, Bilder und Links verloren.

Software-Helfer

Spezielle Druckmanager-Programme übernehmen einen Teil dieser Arbeit automatisch. Je nach Programm entfernen sie leere Seiten, fassen mehrere Druckaufträge zusammen, verkleinern Inhalte auf weniger Seiten oder erzeugen auf Wunsch eine PDF-Datei statt eines Ausdrucks. Prüfen Sie vor der Installation, ob ein Programm noch gepflegt wird und mit Ihrem Betriebssystem zusammenarbeitet.

Tintenstrahldrucker sparsam nutzen

Bei Tintenstrahldruckern geht ein Teil der Tinte nicht aufs Papier, sondern in die Pflege des Druckkopfs. Mit etwas Umsicht lässt sich dieser Anteil gering halten:

  • Reinigung nur bei Bedarf: Jeder Reinigungsdurchlauf verbraucht Tinte. Starten Sie ihn nur, wenn das Druckbild tatsächlich Streifen oder Lücken zeigt. Wie Sie dabei vorgehen, erklärt der Ratgeber Druckkopf reinigen.
  • Über die Ein-/Aus-Taste ausschalten: Viele Geräte parken den Druckkopf beim Ausschalten in einer geschützten Position. Wer stattdessen die Steckdosenleiste abschaltet, riskiert eintrocknende Düsen und zusätzliche Reinigungen.
  • Nicht ständig ein- und ausschalten: Manche Drucker führen beim Einschalten eine kurze Reinigung durch. Der Energiesparmodus ist für kurze Pausen meist die bessere Wahl.
  • Regelmäßig nutzen: Längere Stillstände begünstigen eingetrocknete Düsen. Was Sie im Ernstfall tun können, lesen Sie unter Druckerpatrone eingetrocknet.

Häufige Fragen zum Sparen von Tinte und Toner

Wie kann ich beim Drucken am meisten Tinte sparen?

Am stärksten wirken eine niedrigere Qualitätsstufe für Alltagsdokumente und der Verzicht auf Farbe, wo sie nicht gebraucht wird. Zusätzlich helfen die Druckvorschau, eine schlanke Schriftart und bei Tintenstrahldruckern ein sparsamer Umgang mit Reinigungsdurchläufen.

Welche Schriftart spart Tinte und Toner?

Schriften mit feinen Strichen wie Garamond, Times New Roman oder Century Gothic gelten als sparsam. Fette und sehr kräftige Schriften verbrauchen mehr. Beachten Sie, dass breite Schriften mehr Platz benötigen und so unter Umständen zusätzliche Seiten entstehen.

Was bringt der Tonersparmodus?

Er reduziert die Tonermenge pro Seite, sodass eine Kartusche mehr Seiten schafft. Das Schriftbild wird dabei etwas heller. Für interne Ausdrucke ist das meist unproblematisch, für repräsentative Dokumente sollten Sie den Modus abschalten.

Spart Duplexdruck Tinte?

Nein. Beim beidseitigen Druck wird derselbe Inhalt gedruckt, nur auf Vorder- und Rückseite eines Blattes verteilt. Sie sparen damit Papier, aber weder Tinte noch Toner.

Was hilft, wenn der Toner ständig leer ist?

Prüfen Sie zunächst, ob Ihre Ausdrucke viele Grafiken, Tabellen oder Flächen enthalten und ob eine hohe Qualitätsstufe eingestellt ist. Der Tonersparmodus und eine größere XL-Kartusche schaffen Abhilfe. Warum Toner oft weniger Seiten schafft als angegeben, erklärt der Ratgeber Toner-Reichweite.

Verbraucht häufiges Ein- und Ausschalten Tinte?

Bei manchen Tintenstrahldruckern ja, weil sie beim Einschalten eine kurze Reinigung durchführen. Für kurze Pausen ist der Energiesparmodus daher oft sparsamer. Zum Ausschalten sollten Sie die Ein-/Aus-Taste nutzen, damit der Druckkopf geschützt abgestellt wird.

Wenn trotz aller Sparmaßnahmen Nachschub nötig ist: Passende Druckerpatronen und Toner für Ihr Gerät finden Sie in unserem Shop.

Ein Ratgeber der DUCARIS GmbH – Fachhändler für Toner, Druckerpatronen und Druckerzubehör seit 2002. Mehr über uns


Ihr Warenkorb
Ihr Merkzettel