Wie funktioniert ein Druckkopf im Tintenstrahldrucker?

Druckkopf TintenpatronenDer Druckkopf, das unbekannte Wesen, dabei ist er der Teil des Tintenstrahldruckers, mit den man als Nutzer am ehesten in Kontakt kommt, und sei es durch den Patronenwechsel. Ohne ihn nämlich geht nichts, und das merkt man erst, wenn der Ausdruck denn gar nicht mehr will, oder nicht sauber erfolgt, obwohl genügend Tinte vorhanden ist.

Schlicht gesagt sorgt also der Druckkopf bei allen Tintenstrahldruckern dafür, dass die Tinte in der richtigen Menge und Farbmischung an der richtigen Stelle aufs Papier kommt.
Prinzipiell gibt es zwei Arten von Druckköpfen. Beiden ist gemein, dass die Druckköpfe auf einer Schiene hin- und her-bewegt werden, dabei über die ganze Breite des Papiers wandern und zeilenweise arbeiten. Beide können sowohl bidirektional, also sowohl beim Hin- als auch beim Rückweg und somit schneller drucken, oder unidirektional nur in einer Richtung.

Beim Druckvorgang wird über einzelne Düsen die Tinte aufs Papier gebracht, und das Druckbild gebildet. Und so unterscheiden sich die Druckkopfvarianten: Bei der einen ist die Tinte in den Druckkopf integriert, dies wird dann Einmaldruckkopf genannt. Bei der anderen Variante ist der Druckkopf im Drucker eingebaut, man spricht dann von einem Permanentdruckkopf

Der Wechseldruckkopf

Ist keine Tinte mehr im Drucker, wird mit dem Tintentank auch der jeweilige Druckkopf ausgewechselt, der ja mit dem Tintentank eine Einheit bildet. Das bedeutet, dass solche Drucker eigentlich über vier Druckköpfe verfügen. Meist arbeiten diese Druckköpfe nach dem thermischen Verfahren. Zu Verstopfungen kommt es hier nur ausnahmsweise, da die Druckpatronen immer frisch und sauber sind.

Der Permanentdruckkopf

Bei Druckern mit im Gerät fest eingebautem Druckkopf werden nur die einzelnen Tintentanks für die Farben Schwarz, Cyan, Magenta und Gelb gewechselt, wenn die Tinte zur Neige geht. Die Tinte wird also dem Druckkopf erst zugeführt, wenn der Druck beginnt. Meist aber sind die Aufnahmen für die Tintentanks direkt am Druckkopf eingebaut. Überwiegend arbeiten Permanentdruckköpfe mit dem piezoelektrischen Verfahren. Eingesetzt wird diese Druckkopfart zum Beispiel bei vielen Canon Druckern, bei denen eine große Stabilität der Membranen im Druckkopf sehr wichtig ist, die am besten mit fest eingebauten Druckköpfen am besten zu realisieren ist.

festeingebauter DruckkopfDruckköpfe der dritten Art

Noch relativ neu ist ein drittes Druckkopfsystem (Memjet-Technologie), das in einigen Büro-Druckern von Hewlett-Packard, Kyocera und Brother eingesetzt wird. Dabei ist der Druckkopf fest montiert und mit Tausenden Düsen versehen. Solche Drucker arbeiten schnell, die Qualität des Drucks ist ober der vielen Tintendüsen hervorragend. Das unter dem Druckknopf durchlaufende Papier wird zeilenweise bedruckt Die Farbtanks liefern eine hohe Reichweite und werden ohne Gefummel seitlich am Drucker eingeklickt. Eintrocknen kann hier nichts, bei Nichtbetrieb werden Druckköpfe und Tintendüsen luftdicht verschlossen.

Vor und Nachteile der Systeme

Beim Einmaldruckkopf wird der Druckkopf bei jeden Patronenwechsel wenn die Tinte zur Neige geht mitsamt dem leeren Tintentanks ausgewechselt. Daher kann es zum Verschließ oder grobem Verschmutzen des Druckkopfs nicht kommen, da er ja regelmäßig gewechselt wird. Das Druckbild ist somit immer einwandfrei. Meist sind Drucker dieses Systems günstiger zu haben. Die Patronen allerdingst sind teurer. Es herrscht zwar oft ein Begríffswirrwarr, aber der eigentliche Name dieser Art Patronen ist Druckerpatrone.

Ein Permanentdruckkopf hingegen bleibt im Drucker. Er erhält die Tinte aus den separat eingebauten Tintentanks durch Zuleitungen. Normalerweise hält der Druckkopf ein Druckerleben lang. Muss er jedoch einmal ausgewechselt werden, wird es richtig teuer – zuweilen teurer als ein neuer Drucker. Die benötigten Patronen hingegen sind günstig, denn sie sind nichts weiter als Tintentanks, weshalb sie korrekt auch Tintenpatronen genannt werden. Bei den meisten Druckern mit Permanentdruckkopf ist es möglich einen verschmutzten Druckkopf mit Hausmitteln zu reinigen.

Die neuen festmontierten Druckköpfe haben sich im Büroalltag bewährt, die Druckköpfe erscheinen robust und verschmutzungs- sowie austrocknungsresistent. Doch lassen die hohen Gerätepreise für Tintenstrahldrucker mit diesen Druckköpfen für den Heimgebrauch meist als überdimensioniert erscheinen.