Wie funktioniert ein Laserdrucker?

LaserdruckerLaserdrucker sind in aller Munde, weil sie mehr und mehr auch in dem Bereich der Heimdrucker Einzug gehalten haben und mittlerweile sowohl im Homeoffice wie auch im Büro durchaus preisgünstige Alternativen sein können. Wie aber funktioniert so ein Laserdrucker eigentlich, und was unterscheidet ihn vom Tintenstrahldrucker?

1. Was ist ein Laserdrucker?

Laserdrucker und Fotokopierer sind sich in ihrer Funktionsweise viel ähnlicher als es Laserdrucker und Tintenstrahldrucker sind. Der Laserdrucker arbeitet nach dem Prinzip der Elektrofotografie bei dem eine beschichtete Bildtrommel wichtigstes Teil ist. Wie beim Fotokopierer erfolgt der Druck berührungslos. Laserdrucker sind somit Non-Impact-Drucker. Im Unterschied zu Tintenstrahldruckern bereiten Laserdrucker die Seiten komplett auf und drucken sie dann erst, weshalb sie auch Seitendrucker genannt werden. Tintenstrahler nämlich drucken zeilenweise. Daher brauchen Laserdrucker auch eine höhere Speicherleistung als die Tintenstrahler, die die Druckdaten auch zeilenweise empfangen werden. Die wichtigsten Bauteile eines Laserdruckers sind die Laserdiode, die Tonerkartusche, die Papiereinzugswalze, und die Bildtrommel.

2. Datenübertragung und Druckvorbereitung

Die Daten werden vom Druckertreiber in die Druckersprache PCL oder PostScript umgewandelt. Über die Schnittstelle werden die Daten an die Speichereinheit des Druckers gesendet. Dort wird sie zur vollständigen Seite aufgebaut und für den Druck aufbereitet. Das ermöglicht Laserdruckern die hohe Druckgeschwindigkeit. Die Druckdaten werden in ein Rasterbild umgewandelt, und der eigentliche Druck kann beginnen.

3. Aufladen der Bildtrommel

Nun kommt die Bildtrommel ins Spiel, die auch Organic Photo Conductor (OPC) genannt wird. Zunächst wird sie elektrostatisch negativ aufgeladen. Sie soll den Toner auf das Papier übertragen, und hat die Eigenschaft, die Stellen auf die Licht trifft, elektrostatisch zu neutralisieren.

4. Der Laser belichtet die Bildtrommel

Nun sendet die Laserdiode durch ständiges An- und Abschalten den Laserstrahl über ein rotierendes Umlenkspiegelsystem (Polygonspiegel) auf die Stellen der Trommel, auf denen später der Toner platziert werden soll. Der auftreffende Laserstrahl neutralisiert die Stelle auf die er trifft. Die sich weiter drehende Bildtrommel erreicht die Entwicklereinheit, die direkt am Toner positioniert ist. Der negativ geladene Toner haftet nun an den neutralisierten Teilen der Bildtrommel, auf die zuvor der Laserstrahl aufgetroffen war.

5. Das Papier wird aufgeladen

Nun bewegt sich die Trommel weiter, bis der Toner das Papier berührt. Das nämlich ist auf der Rückseite von einer Transferrolle positiv geladen worden. Daher wird der elektrostatisch negativ aufgeladene Toner vom entgegengesetzt geladenen Papier regelrecht angezogen. Bei modernen Laserdruckern gibt es für jede der vier Farben ein komplettes eigenes Druckwerk.

6. Der Toner wird fixiert

Damit der Toner dauerhaft auf dem Papier bleibt, muss er fixiert werden. Das geschieht in der Fixiereinheit, die wiederum aus zwei beschichteten Walzen besteht. Eine dieser Walzen hat im inneren einen Heizstab, der von einer Induktionsheizung betrieben wird. So wird die Walze auf 180-200 Grad erhitzt. Läuft nun das mit Toner versehene Papier an den Walzen vorbei, beginnt der Toner, zu schmelzen und verklebt mit dem Papier

7. Die Bildtrommel wird entladen

Dreht die Trommel weiter, kommt sie zur Vollentladung. Dort wird die Bildtrommel einmal im Ganzen belichtet. Dann wird der restliche an der Trommel haftende restliche Toner an sogenannten Wiperblades abgewischt und im Resttonerbehälter aufgefangen. Bei Farblasern wiederholt sich für jede der vier Farben. Nun ist der Drucker bereit für den nächsten Auftrag.

8. Vor- und Nachteile des Laserdruckers

Größter Vorteil des Laserdrucker ist das hervorragende randscharfe Druckbild. Dazu ist der Laserdrucker sehr schnell, da er seiten- und nicht zeilenweise druckt. Das Drucker Verbrauchsmaterial schafft dabei eine hohe Seitenzahl und muss nicht so oft ausgewechselt werden, wie bei einem Tintenstrahldrucker. Dafür ist der Toner dann teurer. Welcher Drucker nun billiger druckt kann pauschal nicht beantwortet werden, das hängt sehr vom Druckvolumen und der Art der Drucke ab. In jedem Fall können Sie bei den Verbrauchsmaterialien mit kompatiblem Toner sparen. Im Anschaffungspreis ist allerding der Laserdrucker noch immer teurer als der Tintenstrahler.

Laserdrucker: Tonerkartusche und Bildtrommel als Druckerzubehör

Tonerkartusche und BildtrommelToner und Tonerkartuschen kommen bei Fotokopierern und Laserdruckern zum Einsatz. Sie gehören dort zu den Verbrauchsmaterialien beim Druck. Laserdrucker funktionieren ganz anders als Tintenstrahldrucker, sie arbeiten nämlich wie Fotokopierer. Das bedeutet, sie sind Non-Impact-Drucker, arbeiten also berührungslos.

Was ist Toner und wofür wird er gebraucht?

Der Toner ist ein ganz feines Pulver, und verhält sich einer Flüssigkeit nicht unähnlich und wird von den Tonerkartuschen aufgenommen. Zu seinen Bestandteilen gehören je nach Hersteller Harze oder Wachse, die dazu dienen, die winzigen Farbpartikel des Toner-Pulvers unter Hitzeeinwirkung auf das Papier aufzubringen. Das Tonermaterial besteht je nach Drucker unter anderem aus Harz oder Wachs um den Toner auf das Papier aufschmelzen. Diesen Vorgang nennt man Fixieren. Die Farbpigmente erzielen dann den gewünschten Farbeindruck. Somit ist der Toner in  der Zusammensetzung und den Eigenschaften immer auf einen speziellen Gerätetyp abgestimmt. Wenn Toner der Anleitung nach korrekt – vor allem trocken - gelagert wird, ist er lange haltbar.

Günstiges Alternativ Druckerzubehör

Immer im Blick behalten sollte man beim Drucken die Folgekosten. Da gibt es von Drucker zu Drucker große Unterschiede. Und natürlich kommt die Frage auf, ob es Alternativen zu den Original Tonerkartuschen des Druckerherstellers gibt. Auch bei den Laserdruckern gibt es Modelle mit niedrigem Kaufpreis und hohen Preise für das Verbrauchsmaterial. Besonders bei diesen Druckern bekommt man einen Schreck, wenn Toner nachgekauft werden muss. Die gute Nachricht ist: Bei vielen Druckermodellen können Sie sich frei entscheiden, ob Sie Toner beim Gerätehersteller nachkaufen, oder kompatibles Material einsetzen wollen.

Toner-Recycling: Refill- oder Rebuiltverfahren

Beim Toner-Recycling gibt es zwei Varianten der Wiederauffüllung, das Refill- und das Rebuiltverfahren. Bei Refill-Kartuschen handelt es sich um simples Auffüllen der Kartusche, ohne dass sich vorher jemand darum gekümmert hätte, ob deren Verschleißteile noch funktionsfähig sind. Es ist also möglich bei Refillkartuschen ein Exemplar zu erhalten, das nicht im vollen Umfang funktionsfähig ist. Die Qualität ist also etwas Glückssache.

Anders ist das mit Rebuilt-Patronen. Ein Hersteller, der auf die Qualität achtet, wird bei Tonerkartuschen eine genaue Überprüfung vornehmen und alle Verschleißteile austauschen, mit diesen Tonerkartuschen haben Sie eine hohe Funktionssicherheit. Auch werden diese kompatiblen Kartuschen oft mit mehr Tonermaterial aufgefüllt, als dies bei den Original Kartuschen der Fall ist. Sie können hiermit also doppelt sparen. Dazu verhalten Sie sich beim Kauf von kompatiblen Tonerkartuschen ausgesprochen umweltfreundlich.

Leerguthandel mit gebrauchten Druckerpatronen

Tintenpatronen RecyclingWie aber nun kommen die Anbieter von Recycling Druckerzubehör an das benötigte Leergut? Wird ein neues Druckermodell herausgebracht, fehlen leere Kartuschen zunächst einmal. Je jünger das Modell ist, desto schwieriger ist es nämlich, an dieses Zubehör heranzukommen. Sind die Modelle etwas älter, ist der Nachschub an leerem Gebrauchtmaterial kein Problem. Ob es Tonerkartuschen sind, Fotoleiter-Trommeln oder was auch immer beim Druck eines Laserdruckers benötigt wird: Ein schwunghafter Leerguthandel hilft, an passendes Leergut zu kommen. Alle Versuche der Original Hersteller haben dieses neuen Geschäftsmodelle nicht stoppen können. Dabei war man dort durchaus kreativ, doch nicht alles war rechtlich zulässig. Eine AGB-Änderung sollte so die Kunden zwingen, die Kartuschen nach Gebrauch zurückzusenden. Doch das erwies sich als Schlag ins Wasser. Juristisch jedenfalls sind alle die bisherigen Versuche, den Kunden zwangsweise bei der Stange zu halten, zumindest umstritten. Ohnehin hielten sich die wenigsten Kunden daran. Eher sandten sie bisher ihre leergedruckten Druckerpatronen an die Hersteller von Alternativ Druckerzubehör ein, um im Gegenzug günstigere Druckerpatronen zu erhalten.

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